Heute war wieder so einer dieser Tage.
Ich esse etwas- und nur wenige Minuten später kippt etwas in mir. Mein Atem wird schneller. Ich habe das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen.
Schnürt sich mein Hals zu? Ist das eine allergische Reaktion? Merke ich es rechtzeitig?
Mein Kopf malt sofort das schlimmste Szenario.
Ich will aufhören zu essen. Einfach aufstehen. Der Situation entkommen.
Und genau das habe ich so oft getan. Ich habe aufgehört zu essen, weil die Angst zu groß wurde. Ich habe meiner Panik die Macht überlassen.
Aber heute wollte ich das nicht.
Ich habe weitergegessen. Mit klopfendem Herzen. Mit diesem enge Gefühl im Hals. Mit der starken Verspannung im Nacken.
Ich war extrem fokussiert auf meinen Körper. Auf meinen Hals. Auf jeden Atemzug.
Ich habe langsam tief ein- und ausgeatmet. Immer wieder. Bis mein Atem sich Stück für Stück beruhigt hat.
Ich habe mir selbst gesagt: Alles ist gut. Du bekommst Luft. Beruhige dich.
Und irgendwann- ganz leise- ließ das Gefühl nach.
Mein Hals fühlte sich noch Stunden später komisch an. Aber weißt du was?
Ich lebe.
Mir ist nichts passiert.
Und genau das ist der Punkt.
Es ist nichts passiert.
Heute habe ich nicht aufgegeben. Ich habe der Angst nicht das Steuer überlassen. Ich bin sitzen geblieben. Ich habe weitergegessen.
Und ich habe gemerkt: ich kann meinem Körper vertrauen.
Oft schaffe ich das nicht. Oft gebe ich nach. Und jedes Mal wird die Angst dadurch größer.
Aber heute war ein guter Tag. Heute habe ich erlebt, dass es auch anders gehen kann.
Ich versuche, das mitzunehmen. Nicht perfekt zu sein. Nicht angstfrei zu sein.
Sondern mutig genug, es trotzdem zu tun.
Heute hat es geklappt. Und darauf bin ich stolz.
Und ich weiß- dass du das auch schaffst.
-wenn die stille laut wird
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