4# Innere Unruhe am Abend- wenn der Körper nicht zur Ruhe kommt

20:00Uhr ich liege auf dem Sofa. Es ist leise. Eigentlich ist alles gut.

Und trotzdem fühlt sich mein Körper an, als würde er vor etwas davonrennen.

Diese innere Unruhe am Abend- mein Brustkorb ist angespannt, mein Hals fühlt sich komisch an, fast eng. Ich spüre jeden Schluck. Jeden Atemzug. Mein Kopf überprüft alles. Dauernd.

Es ist dieser ständige Stresszustand, der mich durch den Tag begleitet. Schon morgens wache ich auf und mein Körper steht unter Strom- ohne erkennbaren Grund. Kein Streit. Kein Termin. Und doch ist da dieses Gefühl von Alarm.

Am meisten macht mir die Angst vor dem Essen zu schaffen.

Dieses „Was, wenn mein Hals sich wieder komisch anfühlt?“ „Was, wenn ich die Kontrolle verliere?“

Ich weiß rational, dass alles in Ordnung ist. Aber mein Körper glaubt das nicht.

Je mehr ich in mich hineinfühle, desto stärker wird alles.

Je mehr ich kontrolliere, desto weniger Ruhe finde ich.

Es ist, als würde mein Nervensystem nicht verstehen, dass keine Gefahr da ist. Mein Körper reagiert, als müsste er gegen etwas Kämpfen oder vor etwas fliehen- obwohl ich einfach nur hier liege.

Und an solchen Tagen wünsche ich mir einfach nur, dass der Tag vorbei ist.

Nicht, weil ich aufgebe.

Sondern weil ich hoffe, dass morgen weniger innere Anspannung da ist.

Was mir aber oft in solchen Situationen hilft, es ist nichts Großes, keine perfekte Technik.

Sondern, ich lege meine Hand auf meinen Brustkorb und auf meinen Bauch- atme langsam ein und dann wieder aus.

Manchmal mache ich autogenes Training.

Manchmal hilft eine Atemübung.

Manchmal hilft es auch einfach nur alle Gefühle aufzuschreiben.

Nicht perfekt. Nicht immer erfolgreich.

Aber einfach ein kleines bisschen sanft mit mir selber zu sein.

Und vielleicht reicht es für heute, einfach nur hier zu liegen, zu atmen und sich selbst ein kleines bisschen Sicherheit zu schenken.

-wenn die stille laut wird.

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