Ist es dieses Gefühl, sterben zu wollen- nicht, weil man wirklich sterben möchte, sondern weil sich die Angst so unerträglich anfühlt?
Diese Gedanken:
Muss ich das mein ganzes Leben aushalten?
Wie soll ich das schaffen?
Bleiben diese Ängste für immer?
Wie konnte es nur so weit kommen?
Wenn es so bleibt, schaffe ich das nicht. Nicht so. Nicht mein ganzes Leben. Ich habe das Gefühl, ich bin nicht stark genug, das auszuhalten.
Wie oft hatte ich diese Gedanken. Wie oft haben sie mich täglich begleitet. Wie oft habe ich mich gefragt, ob das jetzt meine neue Realität ist.
Und heute weiß ich- es kann besser werden.
Nicht von heute auf morgen. Nicht plötzlich und ohne Rückschläge. Aber es kann anders werden.
Manchmal schafft man es nicht allein. Manchmal braucht es Therapie. Manchmal braucht es Medikamente. Nicht, weil man schwach ist- sondern weil man wieder Licht ins Dunkle bringen möchte.
Die Ängste verschwinden vielleicht nicht sofort. Aber sie verändern sich.
Manche Tage sind leichter. Manche Tage sind sie weniger präsent. Manche Tage merkt man- ich kann sie aushalten ohne daran zu zerbrechen.
Und ja es gibt auch Rückschritte. Tage oder Wochen, die sich wieder schwer anfühlen. Momente, in denen man denkt, man sei wieder ganz am Anfang.
Aber das ist man nicht.
Denn da sind auch diese Wochen nach der Therapie, in denen man merkt- es geht. Ich schaffe das. Die Angst ist da- aber sie bestimmt mich nicht mehr.
Und irgendwann merkt man: man ist stärker, als man dachte. Nicht, weil die Angst weg ist. Sondern weil man gelernt hat, mit ihr zu leben, ohne sich selbst zu verlieren.
-wenn die stille laut wird
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