Heute ist wieder einer dieser Tage. Einer dieser Tage, an denen sich alles unglaublich schwer anfühlt. Als würde etwas Unsichtbares auf der Brust liegen und jeden Atemzug mühsamer machen.
Die Panik ist plötzlich wieder da. Stark. Laut. Unüberhörbar. Und das Verrückteste daran ist: Es gibt keinen richtigen Anlass. Nichts, woran man sie festmachen könnte. Kein Ereignis, kein Moment, der sie erklärt. Sie ist einfach da- und nimmt sich den ganzen Raum.
Heute schaffe ich es nicht einmal, etwas ganz Normales zu essen. Etwas, das für andere Menschen so selbstverständlich ist, fühlt sich für mich an wie eine riesige Hürde. Jeder Gedanke daran bringt neue Gedanken mit sich. Schlechte Gedanken. Zweifel. Angst.
Und in solchen Momenten fühlt es sich an, als würde das alles niemals enden.
Manchmal sitze ich einfach da und könnte nur weinen. Nicht einmal unbedingt, weil etwas konkretes passiert ist- sondern weil sich alles in mir so unglaublich schlimm anfühlt. Eine tiefe Schwere. Eine Traurigkeit, die irgendwo ganz tief sitzt.
Aber ist es wirklich nur Traurigkeit?
Oder bin ich auch wütend? Wütend auf mich selbst? Wütend auf meinen Körper. Wütend auf meine eigenen Gedanken.
Ich will doch einfach nur normal leben. Ohne diese Angst. Ohne diese ständigen Gedanken. Ohne diese Einschränkungen.
Ich will wieder essen können, ohne dass sich in meinem Kopf ein Sturm zusammenzieht. Einfach essen- ohne Angst, ohne schlechtes Gefühl, ohne Kampf.
Und dann frage ich mich: warum hat sich vor ein paar Tagen noch alles so leicht angefühlt?
Da war Hoffnung. Da war Ruhe. Und dann- ganz schleichend- ist sie wieder da: diese extreme Panik. Diese Angst, die sich so groß anfühlt, als könnte ich sie alleine gar nicht überstehen.
Kennst du dieses Gefühl? Diesen Kloß im Hals, der sich so fest anfühlt, als würde man da nie wieder alleine rauskommen?
Kennst du das, wenn sich die Welt um dich herum weiterdreht- aber du selbst das Gefühl hast, auf der Stelle stehen zu bleiben?
Als würde alles weitergehen, nur du nicht.
Kennst du diese Tage, an denen du so antriebslos bist, dass selbst die kleinsten Dinge unmöglich erscheinen? An denen du nichts schaffst, weil sich alles sinnlos anfühlt?
Als würde alles weitergehen, nur du nicht.
Diese tiefen, dunklen Tage sind wieder da.
Und wenn sie da sind, fühlen sie sich endlos an. So, als würden sie nie wieder vorbeigehen.
Aber vielleicht liegt genau darin die größte Lüge dieser Tage: dass sie uns glauben lassen, sie würden für immer bleiben.
Dabei sind es nur Tage. Schwere Tage.
Aber keine für immer- hoffentlich.
-wenn die stille laut wird
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